Stress: Wenn Körper und Geist nicht im Einklang sind



Bei Stress spielt der Hormonhaushalt, die Gefühle und das Herz verrückt. Wir erklären woran das liegt und wie man seine innere Mitte wiederfindet.   

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Wenn Stress dauerhaft wird, läuft der Körper auf die ganze Zeit auf Hochtour. Das ist auf Dauer ungesund. 

von Elisabeth Greger , 20.09.2021



Prüfungsaufregung, Liebeskummer oder Trauer bedeuten Stress für den Körper, die Psyche und die Seele. In solchen Phasen weiß man meistens, warum man inneren Stress empfindet. Das Gute ist: es sind Phasen. Wenn Stress allerdings dauerhaft wird, kann sich innere Spannung nicht mehr von allein entkrampfen. Und leider kann es zu einem langen Prozess werden, wieder zur inneren Mitte zu finden. 


Bei Stress wird Adrenalin ausgeschüttet. 


Grund für das unangenehme Stressgefühl ist die große Menge Adrenalin, die bei Stress ausgeschüttet wird. Adrenalin ist ein Hormon, das eigentlich bei akuten Belastungen freigesetzt wird. Es bringt den Körper zur Höchstleistung und macht ihn bereit für Verteidigung, Angriff oder Flucht. Das Herz schlägt schneller.


Wer regelmäßig oder dauerhaft Stress hat, schüttet die ganze Zeit Stresshormone aus. Und da liegt das Problem. Stresshormone wie Adrenalin stören nämlich andere Hormonhaushalte, zum Beispiel den Östrogen- und Testosteronhaushalt. Von den Geschlechtshormonen wird in Stresssituationen weniger produziert. Das erklärt, warum man bei akutem und dauerhaftem Stress keine Lust auf Sex hat. Außerdem beklagen Frauen, dass sich bei Stress ihr Zyklus verschiebt.


Daran wird sichtbar, wie empfindlich der Hormonhaushalt ist, und wie schnell innere Spannung den Körper beeinflusst. 


4 Tipps gegen Stress 


Weil wir wissen, dass Körper, Psyche und Seele in einer synergetischen Beziehung zueinander stehen, können wir die innere Spannung gleich über drei Kanäle bearbeiten. Unsere fünf Tipps helfen bei akutem Stress und können dauerhaft befolgt werden. 


1. Schreibe deinen Stress auf 


Es macht nichts, wenn du nicht perfekt im Schreiben bist - deinen Stress aufzuschreiben oder aufzumalen ist der Beweis dafür, dass du deinen Stresszustand anerkennst. Das ist sehr wichtig, weil die innere Spannung nur breitmachen kann, wenn sie ignoriert wird. Es gibt Leute, die ihren Stress jahrelang nicht anerkennen, bis der Körper kapituliert. Psychische oder physische Krankheiten können Folge sein. 


2. Positive soziale Beziehungen


Gegen akuten und dauerhaften Stress ist es sehr hilfreich, soziale Beziehungen zu Menschen zu pflegen, die einem guttun und die Vertrauen schenken. Das Beziehungshormon Oxytocin wird dabei ausgeschüttet. Es wird Wohlfühlhormon genannt, weil es Stresshormone reduziert. 


3. Lass es raus!


Workaholics und Perfektionisten neigen dazu, Druck oder Stressgefühle in sich zu vergraben. Sie versuchen ihren Stress vor anderen und sich selbst zu verstecken, flüchten sich in Arbeit oder exzessive Partynächte. Es ist deshalb ratsam, sein persönliches Ventil zu finden, um inneren Druck aus Body, Mind und Soul abzulassen.


Es mag etwas komisch klingen, aber wenn es das Umfeld hergibt, sollte man einen sogenannten Affenschrei probieren. Die innerer Anspannung und Verbissenheit entkommt durch einen lauten, energischen Schrei. Wenn gerade kein unbelebter Ort in der Nähe ist, einfach ins Kissen schreien.


Ansonsten hilft es, so schnell es geht zu sprinten oder eine Treppe hochzurennen. Stresshormone werden abgebaut, Körper und Geist können sich besser konzentrieren. 


4. Betätige dich körperlich!


Du hast psychischen Stress? Er kann durch körperliche Betätigung abgebaut werden. Bei körperlicher Anstrengung wird Serotonin und Dopamin freigesetzt. Die beiden Hormone heben die Stimmung und wirken positiv auf den Geist. Gleichzeitig wirken sie Stresshormonen entgegen. Der verkrampfte Körper wird endlich aktiviert und die innere Spannung etwas gelockert.


Allerdings ist Sport nicht immer die Lösung. Manche Menschen stehen beispielsweise so unter Leistungsdruck, dass Sport sie nicht entspannt, sondern noch mehr unter Strom setzt. Die Sucht nach Sport hat nichts mit Abreagieren zu tun, sondern ist so nachteilig wie die Sucht nach dem Glas Wein am Abend zur vermeidlichen Stressbewältigung, 


Körper, Psyche und Seele stehen in einer sehr empfindlichen Synergie zu einander. Und jeder von uns kann diese Synergie an sich selbst beobachten. Liebeskummer, Trauer, Prüfungsangst, aber auch Aufregung vor dem ersten Arbeitstag oder extremer Leistungsdruck sind Auslöser für Stress. Spätestens, wenn Stress zum Alltag wird und man selbst nicht mehr in der Lage ist, Körper, Psyche und Geist in Einklang zu bringen, sollte man sich öffnen, dem Umfeld davon erzählen und einen Arzt um Rat fragen.




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